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Was ist "WhatsApp"?

WhatsApp ist eine Messenger-App. Einmal die App auf das Smartphone geladen, kann man dann "kostenlos" über den ganz normalen Datentarif des Handys chatten. Zurzeit gibt es WhatsApp für iPhone, Android, BlackBerry, Windows Phone, Nokia und Symbian. Es ist mehr als nur ein kostengünstiger Ersatz für die SMS, denn WhatsApp hat einen größeren Funktionsumfang. Man kann zum Beispiel Bilder, Videos oder Dateien verschicken.

Weitere Informationen über WhatsApp finden Sie unter www.whatsapp.com

WhatsApp-Web

WhatsApp gibt es nun auch in einer Version für den PC. Dies funktioniert, wenn Sie mit dem Chrome-, Firefox- oder Opera-Browser im Internet surfen. Für die folgenden Smartphone-Betriebssysteme können Sie es nutzen: Android, iOS Windows Phone, Blackberry, Nokia S60 und S40.

Voraussetzung hierfür ist, dass Sie WhatsApp ab der Version 2.12.5 nutzen (erschienen am 21.08.2015).

Ansonsten ist es eigentlich ganz einfach:

  1. Die App „WhatsApp“ muss auf Ihrem Handy installiert sein.
  2. Gehen Sie dort in die Einstellungen und wählen Sie „WhatsApp Web“ aus.
  3. Öffnen Sie die Internetseite web.whatsapp.com im Chrome.
  4. Dort ist dann ein QR-Code. Den scannen Sie mit Ihrem Handy ein. (WhatsApp öffnet automatisch einen QR-Scanner, Sie müssen keinen installiert haben.)

Und los geht’s: Sobald der Scan fertig ist, öffnet sich der WhatsApp-Chat im Netz.

ABER Achtung!

Ihr Smartphone benötigt die ganze Zeit eine aktive Internetverbindung, damit der Chat im Web funktioniert. Außerdem lässt sich die Verbindung nicht speichern, sondern muss jedes Mal neu aufgebaut werden.

WhatsApp und Ausland

Wenn Ihre Freunde Urlaub im Ausland machen und Sie sie über WhatsApp kontaktieren möchten - kein Problem. Da der Messenger ähnlich wie ein E-Mail-Programm arbeitet, ist der Versand von Nachrichten ins Ausland auch kostenlos. 

Sollten Sie sich im Ausland aufhalten und Sie möchten Ihren Freunden in Good Old Germany die Nase lang machen, weil Sie gerade schön am weißen Sandstrand liegen, gibt es ebenfalls kein Problem. Aber nur, wenn Sie Zugang zu einem dortigen WiFi-Netz haben.

Wenn nicht, Finger weg, denn es können teuere Roaming-Gebühren anfallen!

Vor- und Nachteile von WhatsApp

Vorteile:

  • WhatsApp hat mehr Funktionen als eine herkömmliche SMS.
  • „Kostenlose“ Nutzung im Ausland, wenn man eine WiFi Verbindung vor Ort hat.
  • "Push Benachrichtigung" - Die App muss nicht immer laufen, damit du trotzdem über den Eingang einer Nachricht informiert werden kannst. Bei herkömmlichen Instant Messengern wie MSN oder ICQ musst du dich erst einloggen, wenn du Neuigkeiten sehen möchtest.
  • Man errreicht auch WhatsApp-Nutzer, die gerade nicht online sind, immer und zu jeder Zeit. Allerdings natürlich nur, wenn dein Handy mit dem Internet verbunden ist.
  • WhatsApp ist im Vergleich zu SMS viel kostengünstiger.

Nachteile:

  • Der WhatsApp-Server hängt sich ab und zu auf, sodass einige Nachrichten erst verspätet zugestellt werden. Dies kam aber noch nicht so oft vor.
  • Die App muss auf Ihren Telefonspeicher zugreifen, weil darüber die Nachrichten versendet werden.
  • Theoretisch lässt sich die App die Rechte dazu geben, Gespräche und Chats von dir mitzuschneiden bzw. -zulesen, auf ihren Servern zu speichern und weiter zu verwenden. Ob sie das tatsächlich tun weiß natürlich keiner.

Näheres über den Datenschutz finden Sie unter

http://www.whatsapp.com/faq/#3

Was bedeuten die Häkchen neben Ihren Nachrichten?

Die Häkchen neben Ihren Nachrichten sind sehr hilfreich, denn Sie sind eine Lesebestätigung. Was die einzelnen Häkchen bedeuten sehen Sie hier:

  • 1 graues Häkchen: die Nachricht wurde erfolgreich gesendet.
  • 2 graue Häkchen: die Nachricht wurde erfolgreich auf das Smartphone des Empfängers zugestellt.
  • 2 blaue Häkchen: der Empfänger hat Ihre Nachricht gelesen.

In Gruppenchats hingegen tauchen zuerst beide grauen Häkchen auf, wenn alle Gruppenteilnehmer die Nachricht erhalten haben. Die blauen Häkchen erscheinen, sobald alle die Nachricht tatsächlich gelesen haben.

In den Datenschutz-Einstelllungen unter „Einstellungen“ > „Account“ > „Datenschutz“ können Sie die Lesebestätigung ausschalten. Allerdings bleiben Ihnen dann auch die Lesebestätigungen von anderen Personen verborgen.

Weitere Informationen finden Sie hier:
http://www.whatsapp.com/faq/de/general/20951546

Wie blockieren Sie andere Nutzer?

Tritt der Fall ein, dass Sie dauernd von Kontakten genervt werden oder gar jemand Sie über den Messenger drangsaliert, bietet es sich an diese Person zu blockieren. Dadurch landen die Nachrichten von diesem Kontakt nicht mehr auf Ihrem Smartphone und werden Ihnen auch nicht angezeigt. Außerdem kann die blockierte Person nicht sehen, wann Sie das letzte Mal online waren oder wenn sich etwas in Ihrem Status bzw. Ihrem Profilbild ändert. Aber die Person verbleibt auf Ihrer WhatsApp-Kontaktliste bis Sie sie aus Ihrer regulären Kontaktliste im Handy gelöscht haben.

Das Blocken ist schnell gemacht. Dafür müssen Sie auf den Chat der entsprechenden Person in WhatsApp klicken. Dann rufen Sie mit der Menütaste Ihres Handys den Punkt „Mehr“ auf. Dann nur noch auf „Blockieren“ drücken und schon haben Sie die Person blockiert.

Die zweite Möglichkeit ist die Menütaste auf Ihrem Handy zu drücken, während Sie in WhatsApp sind. Dort wählen Sie erst „Einstellungen“,  „Account“ und dann „Datenschutz“ aus. Es wird Ihnen ein Menü gezeigt, bei dem Sie am unteren Rand den Punkt „Blockierte Kontakte“ finden. Wenn Sie in dieser Liste oben rechts „Hinzufügen“ auswählen, können Sie den Kontakt selektieren, der blockiert werden soll.

Wie löschen Sie Ihren WhatsApp Account?

Sie wollen WhatsApp nicht mehr nutzen? Dann reicht es nicht aus die App einfach zu deinstallieren. Wenn Sie zum Beispiel Ihre Nummer wechseln, kann es sein, dass die irgendwann an jemanden neu vergeben wird. Und wenn diese Person WhatsApp installiert, hat Sie automatisch Zugriff auf alle Nachrichten, Bilder und Videos, die über diese Nummer versandt wurden. Deswegen ist es sinnvoll den WhatsApp Account zu löschen.

Das ist auch recht simpel. Dafür müssen Sie, während Sie in der App sind, auf die Menütaste auf Ihrem Smartphone drücken. Wählen Sie nun „Einstellungen“ und dann „Account“ aus. In diesem Menü gibt es den Unterpunkt „Account löschen“. Sobald Sie darauf klicken, wird alles von Ihrem Handy entfernt und endgültig gelöscht.

ACHTUNG das kann nicht rückgängig gemacht werden.

WhatsApp Alternativen

Facebook Messenger

Was früher noch die Chat-Funktion in der Facebook-App war, ist nun zu einer eigenständigen App geworden. Möchten Sie also wie gewohnt über das Handy Facebook-Nachrichten verschicken, müssen Sie zusätzlich den Messenger aus dem jeweiligen App-Store herunterladen.

Die App funktioniert so ähnlich wie andere mobile Messenger-Apps und ist kostenlos für iOS, Android und Windows-Phone erhältlich. Sie können ganz normale Nachrichten, Fotos, Videos, Sprachnachrichten und Sticker versenden und das entweder in Gruppen- oder Einzel-Chats. Zudem besteht die Möglichkeit kostenlos mit Menschen weltweit zu telefonieren. Allerdings muss Ihr mobiles Gerät hierfür mit dem WLAN verbunden sein, sonst fallen Kosten an.

Facebook-Nutzer und mittlerweile auch Personen ohne Facebook-Account können den Messenger verwenden. Letztere müssen Namen und Telefonnummer angeben, um die Anwendung nutzen zu können.

Den Facebook Messenger gibt es zudem als eigenständige Webversion, das bedeutet Sie müssen nicht über die Facebook Webseite darauf zugreifen und brauchen auch nicht zwangsläufig die App.

 

Signal

Mit Signal haben die Entwickler Open Whisper Systems einen kostenlosen Messenger veröffentlicht, der sogar von Star-Whistleblower Edward Snowden täglich genutzt wird. Die App ist für Android und iOS erhältlich und erlaubt es, Nachrichten, Bilder und Videos verschlüsselt zu verschicken.

Zur Anmeldung ist nur eine Telefonnummer nötig, alle Kontakte lassen sich über das Telefonbuch im Smartphone finden. Die Entwickler finanzieren sich über Spenden und erhalten Unterstützung von diversen Stiftungen. Nervige Werbung bleibt Nutzern von Signal also erspart.

Die App lässt sich im App Store von Apple und in Googles Play Store herunterladen.

 

ChatON:

ChatOn ist ein Messenger von Samsung. Als Extras gibt’s z. B. Anicons (eine Art Smiley) oder Animessages (animierte Bilder). Mit AddBuddy können Personen in die Freundesliste aufgenommen werden. Außerdem können Sie das Aussehen des Messengers beispielsweise durch die Auswahl Ihrer Lieblingsschriftart verändern. Die Funktion „Übersetzer“ ermöglicht es Gespräche in andere Sprachen umzuwandeln. Ein weiterer Vorteil: ChatON funktioniert auf verschiedenen Geräten und ermöglicht dem Nutzer, einen Videochat zu nutzen, gleichzeitig zu chatten und zu telefonieren.

Ein Nachteil ist jedoch, dass die Registrierung durch die Telefonnummer erfolgt und außerdem einen Account bei Samsung braucht.

 

Hike:

Beim Messenger Hike werden Nachrichten, Bilder und mithilfe der Walkie-Talkie-Funktion Sprachnachrichten übertragen. Hike arbeitet mit einer Verschlüsselung (128-Bit SSL = gut), wodurch die Nachrichten sicher übertragen und auch nicht im WLAN geknackt werden können. Ein weiterer Vorteil ist, dass im Gegensatz zum großen Konkurrenten WhatsApp die IMEI nicht verwendet wird. Außerdem braucht man keinen Nutzer-Account, um sich für Hike anzumelden.


Line:                   

Der Messenger Line ermöglicht Ihnen das Versenden von Nachrichten, die mit Symbolen, Fotos, Standorten und Stickern versehen werden können. Es besteht die Möglichkeit, kostenlos Internet-Telefonate zu führen. Line ist sowohl für PCs, Tablets als auch Smartphones verfügbar und bietet mit „Home“ ein Feature, das zum sozialen Netzwerk ausgebaut werden kann (hier können z. B. Kommentare hinterlassen werden).

Contra: Die kostenlosen Gespräche gehen ordentlich auf das Datenvolumen. Außerdem brauchen Sie für die PC-Version eine Anmeldung per E-Mail.


myEnigma:        

Bei dem kostenlosen Messenger aus der Schweiz existiert eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Nachrichten, Videos, Bilder und Audiofiles. Er ist für Android, Blackberry und iPhone erhältlich. MyEnigma-Kontakte werden direkt im Adressbuch des Nutzers identifiziert.

Wie auch bei der Konkurrenz können sich in den Gruppenchats bis zu 30 Personen unterhalten. Der Messenger arbeitet bei der Neuverbindung mit einem asymmetrischen Verschlüsselungsverfahren, um Konto Imitationen zu verhindern. Konto-Imitationen bedeutet, dass jemand sich irgendwie in Ihren Account hackt und so tut als wäre er Sie.

Contra: Bei der Kommunikation wird ein symmetrisches Verfahren verwendet, was die Gefahr birgt, dass die gesamte Kommunikation entschlüsselt werden kann, wenn es in falsche Hände gerät. Die Anmeldung erfolgt durch Ihre Telefonnummer und Ihre E-Mail-Adresse.

 

Telegram:

Ein weiterer Messenger-Dienst ist das von russischen Unternehmern entwickelte Produkt Telegram. Der Anbieter, der bereits eine Kopie von Facebook für den russischen Raum erstellt hat, entwickelte Telegram erst 2013. Der Messenger ist kostenlos und für iOS und Android erhältlich. Positiv ist zu sagen, dass er ähnlich aufgebaut ist wie WhatsApp und dadurch eine leichte Anwendung ermöglicht.

Contra: Unter anderem Stiftung Warentest hat den Messenger datenschutztechnisch als kritisch eingestuft. Die Verschlüsselung in den normalen Chats wird zwar versprochen, ist aber nicht erkennbar vorhanden. Es gibt allerdings die Möglichkeit mit „geheimen Chats“ die Verschlüsselung „anzuschalten“. Ob und wie diese allerdings funktioniert, lässt sich wie bei allen Messengern aber nicht zu 100% nachvollziehen.  

 

Threema:

Dieser Schweizer Messenger garantiert eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Textnachrichten, Fotos, Videos und Standorte. Bei diesen sollen die Betreiber keine Möglichkeiten haben die Kommunikation zu verfolgen. Threema greift auf die Kontakte zu, sobald der Nutzer sein Adressbuch mit dem Messenger synchronisiert. Kontakte können aber auch direkt durch die Eingabe der persönlichen ID hinzugefügt werden.

Contra: Im Gegensatz zu vielen Konkurrenten muss man für Threema bezahlen (1,60 € für Android Smartphones, 1,79 € für iPhones).

 

WeChat – Die fragwürdige WhatsApp-Alternative aus China

WeChat wurde 2011 vom Gründer von QQ.com, eines der größten Internetportale in ganz China, auf den Markt gebracht. Die App funktioniert ähnlich wie WhatsApp: User können Texte, Grafiken, Sprachnachrichten und Videos an ihre Kontakte verschicken.

Als WeChat noch in den Kinderschuhen steckte, war es nur möglich, Nachrichten zu senden und Fotos zu teilen. Im Laufe der Zeit sind dann immer mehr Funktionen hinzugekommen. „Shake“, „Look Around“ oder auch „Drift Bottle“ sind z. B. Features, mit denen Nutzer nach Zufallsprinzip Kontakt zu unbekannten Menschen aufnehmen können. Auch Taxis können ganz einfach bestellt und direkt über WeChat bezahlt werden. Mit der Funktion „Momente“ können User ihre Erlebnisse teilen.

Unternehmen und Organisationen versorgen ihre Follower über öffentliche Accounts mit den neuesten Informationen und können direkt mit ihnen kommunizieren. Öffentliche Accounts werden auch von Behörden und den Medien genutzt.

Die App verfügt also über Features, die WhatsApp (noch) nicht hat. So kann man mit WeChat z. B. Geld überweisen. Dazu muss nur das Bankkonto mit dem Nutzerprofil verknüpft werden.                                           

Was die Funktionen angeht, ist WeChat der Konkurrenz also um einiges voraus. Aber wie sieht’s mit der Sicherheit aus? Auf eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, wie es sie bei vielen anderen Messengern gibt, verzichtet WeChat. Auch der Quellcode ist nicht öffentlich und die AGB und Datenschutzrichtlinien gibt es nur auf Chinesisch. Dort steht u. a., dass der Betreiber Tencent auf Aufforderung der chinesischen Regierung Informationen herausgeben darf bzw. muss – und die ist nicht unbedingt bekannt für die strikte Einhaltung der Meinungsfreiheit. Da verwundert es nicht, dass es auch schon Zensurvorwürfe gegenüber WeChat gegeben hat.

Auch ein Blick auf die Berechtigungen trübt das Bild des vielseitigen Messengers: Er will unter anderem Kontakte auslesen, den Standort des Nutzers erfahren, Telefonstatus und Identität abrufen sowie auf gespeicherte Daten zugreifen.

Wer sich aber von den fragwürdigen Datenschutzbestimmungen und vielen Berechtigungen nicht abschrecken lässt, kann die App über die offiziellen App-Stores herunterladen.

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