Handy & Co.

Gefahren

Handy & Co.

Gefahren

Ein Leben ohne Handy - grausame oder schöne Vorstellung?

Da gehen die Meinungen nicht nur altersbedingt sehr weit auseinander. Tatsache ist: Die neuen Medien, zu denen das Handy auch gehört, sind unsere Zukunft. Ob wir in zehn oder zwanzig Jahren immer noch mit einem Handy, wie wir es aus der heutigen Zeit kennen, herumlaufen, wissen wir nicht. Dennoch ist es eines der wichtigsten Kommunikationsmittel unserer Zeit.

Wie alle anderen neuen Medien auch ist das Handy beliebtes Manipulationsobjekt krimineller Hacker und eine beliebte Möglichkeit anderer Krimineller, Jugendliche, aber auch Erwachsene abzuzocken.

Krumme Lockangebote finden sich überall - die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um ein solches handelt, wenn Sie eine SMS erhalten, die Ihnen suspekt erscheint, ist groß.

Die häufigsten Gefahren haben wir Ihnen hier einmal aufgelistet:

In-App-Käufe

Sie kennen es bestimmt, Sie haben eine Spiele-App installiert und werden laufend dazu aufgefordert Extras zu kaufen. Egal ob Candy Crush, Farmville oder Plants versus Zombies, wenn Sie das Ziel schneller erreichen wollen, müssen Sie irgendwelche Booster oder Zusätze erwerben. Neue Leben, bessere Extras oder zusätzliche Tiere, die es im regulären bzw. kostenlosen Spiel nicht gibt. Das Blöde ist, dass viele Spiele oder Apps so ausgelegt sind, dass Sie sie nur erfolgreich abschließen bzw. hochleveln können, wenn Sie diese Extras haben.

Solche Apps nennt man Freemium-Apps. Diese sind eine Mischung aus Free (übersetzt: „umsonst“) und Premium (also „kostenpflichtig“). Das bedeutet, dass Sie das Spiel zwar umsonst bekommen, aber für bestimmte Inhalte Geld bezahlen müssen.

Das Problem: Oft merkt man nicht mal, dass dafür auf den App-Store zugegriffen wird, da nur eine winzige Notiz innerhalb der App aufspringt. Einmal falsch geklickt und Schwupps musst bezahlt werden. (Im schlechtesten Fall bemerkt man einen solchen Fehlklick erst auf der nächsten Handyrechnung.) Dies ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich und manche zeigen es deutlich, andere verstecken das.

Leider kosten diese In-App-Käufe häufig ein kleines Vermögen, weil man nicht nur einmal, sondern immer wieder „einkauft“. Daher unser Tipp: Wenn Sie nichts kaufen wollen, stellen Sie doch die Funktion „In-App-Kauf“ einfach ab. Wie das geht? Wir haben hier eine Anleitung für Sie:

Anleitung In-App-Einkäufe ausschalten

iOS:
Gehen Sie auf Einstellungen, dann wählen Sie Allgemein aus. Dort wiederum tippen Sie Einschränkungen und Einschränkungen aktivieren an. Hier finden sich eine Reihe Schiebregler. Suchen Sie sich den Regler für In-App-Käufeheraus und schieben Sie ihn auf aus.

Android:
Bei einem Android-Gerät gehen Sie in den Play Store. Dort wählen Sie dieEinstellungen aus. Dann haben Sie die Möglichkeit eine PIN festzulegen bzw. zu ändern. Dadurch werden Sie immer nach der PIN gefragt, wenn irgendwelche Käufe getätigt werden (sollen).

Abofallen

Logos, Klingeltöne oder Spiele lassen sich oft einfach per SMS anfordern. Zwar müssen die Kosten dafür in der Werbung angegeben sein, dennoch sind sie so gestaltet, dass man sie sehr leicht übersieht. Wie teuer das "Schnäppchen" tatsächlich war, sieht man meist erst beim Blick auf die nächste Handyrechnung. Richtig teuer wird es aber erst, wenn mit dem angeblich günstigen Service noch ein Abo verbunden ist, für das regelmäßig Geld abgebucht wird.

Tipps zum Vermeiden:

  • Es ist möglich, solche Dienste generell sperren zu lassen. Dazu einfach den Mobilfunkanbieter kontaktieren.

  • Viele Logos und Klingeltöne kann man auch kostenlos herunterladen.

  • Klingeltöne lassen sich auch selbst machen. Programme hierfür findet man beispielsweise unter www.handysector.de.

Betrüger

Die "Gratis"-Falle 

Wie fatal die Macht des Wörtchens "gratis" sein kann, erfahren viele Handynutzer immer wieder am eigenen Leib. Wenn Angebote kostenlose Dienste anbieten, steckt oft mehr dahinter: Im Kleingedruckten wird der Gratis-Dienst nicht selten abgeschwächt. Wer in solche Fallen tappt, hat am Ende meist noch größere Kosten als bei seriösen Anbietern der gleichen Leistung.

Andere Betrüger gehen noch unverschämter vor. Im Raum Bad Segeberg beispielsweise haben drei Jugendliche im Alter von 15 bis 20 Jahren Schülern erfolgreich gefälschte Handy-Verträge angedreht und ihnen anschließend die SIM-Karten geklaut. Die Papiere zu den Verträgen hatten die Täter zuvor Betrunkenen gestohlen, in ihrem Namen die Verträge abgeschlossen und auf diese Weise 35.000 Euro erbeutet.

Lassen Sie Vernunft walten, wenn Ihnen jemand ein Angebot macht, das zu schön klingt, um wahr zu sein!

Ping-Anrufe

Trickbetrüger setzen auf die Gutgläubigkeit und Naivität ihrer Opfer.

Eine übliche Variante sogenannter Ping-Anrufe ist das Anrufen fremder Handys mit einer Ping-Nummer. Den Angerufenen soll so eine Aktion dazu verleiten, die Nummer zurückzurufen - und das ist teuer. Andere Trickbetrüger schicken willkürlich SMS an Handybesitzer mit der Bitte, sie zurückzurufen - oft mit einer Formulierung, die vermuten lässt, ein Bekannter habe die SMS geschrieben.

Tipps zum Vermeiden:

  • Vorsicht beim Rückruf unbekannter Nummern. Wer Sie wirklich erreichen will, ruft noch mal an oder spricht Ihnen auf die Mailbox.

  • Sollten Sie Opfer eines Lockanrufs geworden sein, haben Sie die Möglichkeit, sich bei der Bundesnetzagentur z. B. per Formularhttps://app.bundesnetzagentur.de/rnmportal/ zu melden. Diese kann gegen den Anbieter vorgehen.

  • Wenn Sie gar nicht mehr weiter wissen, fragen Sie in unserem Anwalts-Chat den Rechtsanwalt nach ein paar Tipps, wie Sie Ihr Geld wiederbekommen.

[Update:] Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass Ping-Anrufe strafbar sind. Dennoch hält das bestimmte Personen nicht davon ab Ping-Anrufe zu nutzen um Leute abzuzocken. Achten Sie deswegen auf unsere Tipps!

Die Cloud

Gefahr für persönliche Daten

Bestimmt haben Sie in den Medien schon des Öfteren etwas von Clouds oder vom Cloud-Computing gehört. Dabei werden Programme auf dem eigenen Rechner oder dem Smartphone ausgeführt, die dort nicht installiert sind, sondern über das Internet aus einer Cloud (engl. Wolke) aufgerufen werden.

Immer mehr Anbieter wie Amazon oder die Telekom bieten Ihren Kunden Cloud-Speicherplatz zur Verfügung, auf den sie bequem zugreifen können. Die Vorteile: Erstens verstopfen die ausgelagerten Urlaubsfotos oder Musikdateien nicht mehr den eigenen Speicher des Smartphones, Tablets oder PCs. Zweitens müssen die Daten nur noch ein einziges Mal in der Cloud abgespeichert werden, können aber gleichzeitig von vielen verschiedenen Geräten genutzt werden.

Selbstverständlich birgt die Technik auch Risiken in sich. Daten, die Sie als Nutzer in die Cloud hochladen, befinden sich auf riesigen Computern Ihres Anbieters. Wo die stehen, lässt sich oftmals überhaupt nicht genau bestimmen. Außerdem können Ihre persönlichsten Daten durch die Auslagerung in fremde Hände gelangen, für die sie doch niemals bestimmt waren. Betrüger bekommen so überhaupt erst die Möglichkeit, mithilfe gefälschter Links oder Internetseiten auf Daten zuzugreifen, die früher vollkommen sicher auf Ihren Endgeräten gespeichert waren.

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