Musik & Filme

Tauschbörsen

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Das Internet erleichtert vieles: allen voran den rasanten Austausch von Daten. Das Netz erleichtert es Kriminellen aber auch, mit Betrügereien Geld zu machen oder private Daten abzufangen. Am einfachsten und effektivsten ist das dort, wo Internetnutzer Daten austauschen - also vor allem über sogenannte Filesharing-Plattformen. Abzockseiten erkennt man vor allem daran, dass sie für den Download eines Clients Geld verlangen oder persönliche Daten abfragen. Seriöse, das heißt originale, Filesharing-Clients sind kostenlos und man kann sie ohne Angabe privater Daten herunterladen.

Entgegen der herkömmlichen Meinung sind Tauschbörsen nicht per se verboten. Entscheidend ist, welche Dateien man dort hoch- und herunterlädt: Das Up- und Downloaden urheberrechtlich geschützter Lieder und Filme ist selbstverständlich illegal, das Vertreiben einer Linux-Distribution wiederum erlaubt. Umso wichtiger ist es für Eltern und ihre Kinder, sich über ihr Tun und Lassen auf Tauschbörsen auszutauschen. Je mehr Ihr Kind über geltende Regeln und Gesetze weiß, desto weniger Sicherheitsvorkehrungen müssen Sie auf Ihrem Computer treffen.

Bei kostenpflichtigen Clients oder solchen, bei denen Daten abgefragt werden: Finger weg!

Was können Eltern tun?

Dass Ihr Kind Filesharing-Systeme nutzt, bedeutet keineswegs, dass es etwas Illegales tut. Filesharing-Clients ermöglichen meist das Up- und Downloaden von Musik und Filmen, die dem Urheberschutz unterliegen. Man kann Filesharing-Clients aber genauso dazu nutzen, um urheberrechtsfreie - und damit erlaubte - Dateien auszutauschen. Fragen Sie Ihr Kind, was es auf welcher Filesharing-Plattform tut, und entscheiden Sie erst dann, ob und wie Sie den Zugriff auf die entsprechende Internetseite einschränken möchten.

Wenn Sie Internetdienste mittels Schlüsselwörtern sperren lassen, kann es leicht passieren, dass der Filter nicht nur die unerwünschten Seiten sperrt, sondern auch seriöse Seiten - zum Beispiel wenn ein gefiltertes Wort in einem Nachrichtenartikel auftaucht.

Als Basis-Sicherheitsmaßnahme bietet es sich daher an, zunächst alle ausgehenden Dienste - außer die normalerweise benötigten (HTTP/HTTPS) - zu sperren. Das schränkt alle Systeme schon stark ein.

Immer beachten sollte man, dass die Gesetzgebung zum Thema Downloads in verschiedenen Ländern völlig unterschiedlich ist. Zusätzliche Sicherheitseinstellungen am Computer sollte man daher etwa dann treffen, wenn Austauschschüler zu Gast sind, die den PC Ihres Kindes mitbenutzen.

BitTorrent

BitTorrent ermöglicht das gezielte Verteilen einer Sammlung von Dateien. Diese Sammlung wird in einer .torrent-Datei definiert, die Informationen wie die Namen der verteilten Dateien, Prüfsummen oder die Adresse eines sogenannten Trackers enthält.

BitTorrent arbeitet zentralisiert und dezentral zugleich, das heißt, die Nutzer der Tauschbörse verbinden sich zu einem zentralen Server, dem Tracker, der sie mit den nötigen Informationen versorgt. Gleichzeitig sind immer mehr BitTorrent-Clients in der Lage, diese Informationen auch untereinander auszutauschen, sodass ein zentraler Server gar nicht mehr benötigt wird.

Wer Daten über BitTorrent herunterlädt, stellt diese Daten gleichzeitig anderen Nutzern derselben Tauschbörse zur Verfügung. Ob das erlaubt ist oder nicht, hängt von den Daten ab. Urheberrechtlich geschützte Dateien, die sich auf fast jeder Festplatte befinden, darf man auf keinen Fall im Internet zum Download zur Verfügung stellen.

Ein Vorteil, den BitTorrent hat, ist, dass der Verteiler nur Daten weitergibt, die in der .torrent-Datei angegeben sind.

Ein seriöser BitTorrent-Client für Windows ist beispielsweise uTorrent

So blockieren Sie BitTorrent:

An der Firewall/NAT:
Stellen Sie ein, dass "Portforwarding" nicht zugelassen wird, und deaktivieren Sie die Funktion "Universal Plug & Play".

Blockieren Sie außerdem die Verbindung zu den Standardports 6880- 6999.

Im Content-Filter:
Blockieren Sie den Download von .torrent-Dateien und stellen Sie als Schlüsselwort zum Sperren "tracker" ein.

Beachten Sie: 
Komplett blockieren lässt sich BitTorrent nicht: BitTorrent-Systeme können auch beliebige andere Ports verwenden und .torrent-Dateien in Archiven verpackt zum Download zur Verfügung stellen, sodass Ihr Filter das Dateiformat nicht erkennen kann. Die Sicherheitseinstellungen ermöglichen es Ihnen aber, den Zugriff auf BitTorrent-Systeme zu erschweren.

eDonkey2000

eDonkey2000 ermöglicht die Freigabe von Dateien auf dem eigenen Rechner, die auch andere Teilnehmer des Netzwerkes suchen und herunterladen können. Wenn eine Datei bei mehreren Teilnehmern existiert, kann sie je nach Client auch von verschiedenen Quellen gleichzeitig heruntergeladen werden.

Wer eDonkey2000 nutzt, muss sich über die Arbeitsweise des Clients bewusst sein: Beim Downloaden baut der Client eine Verbindung zum eDonkey-Server auf und tauscht so mit diesem Informationen über freigegebene Dateien und Teilnehmer im Netz aus.

Alle freigegebenen Dateien stellt man allen anderen Teilnehmern zur Verfügung. Nicht nur diejenigen, die man gerade selbst herunterlädt. Ob das erlaubt ist oder nicht, hängt von den Dateien ab. Erlaubt ist nur das Hoch- und Herunterladen von Dateien, die nicht dem Urheberrechtsschutz unterliegen.

Ein seriöser eDonkey-Client für Windows ist zum Beispiel eMule.

So blockieren Sie eDonkey2000:

An der Firewall/NAT:
Stellen Sie ein, dass "Portforwarding" nicht zugelassen wird, und deaktivieren Sie die Funktion "Universal Plug & Play". Dadurch erhält der Client nur eine LowID im eDonkey2000-Netz.

Blockieren Sie die Verbindung zum Port 4662 - damit wird die Verbindung zu Clients, die mit dem Defaultport arbeiten, unterbunden.

Im Content-Filter:
Blockieren Sie ed2k:// Links.

Beachten Sie: 
Komplett blockieren lassen sich eDonkey2000-Clients nicht, da sie auch beliebige andere Ports verwenden können. Die Sicherheitseinstellungen ermöglichen es Ihnen lediglich, den Zugriff auf eDonkey2000-Netze zu erschweren.

Gnutella / Gnutella2

Gnutella und Gnutella2 sind dezentrale Filesharing-Netze. In diesen Netzen können Nutzer nach Dateien suchen sowie sie freigeben und herunterladen.

Alle freigegebenen Dateien stellt man allen anderen Teilnehmern zur Verfügung. Nicht nur diejenigen, die man gerade selbst herunterlädt. Ob das erlaubt ist oder nicht, hängt von den Dateien ab. Erlaubt ist nur das Hoch- und Herunterladen von Dateien, die nicht dem Urheberrechtsschutz unterliegen.

Ein seriöser Gnutella / Gnutella2-Client für Windows ist zum Beispiel shareaza.

So blockieren Sie Gnutella/Gnutella2:

An der Firewall/NAT:
Stellen Sie ein, dass "Portforwarding" nicht zugelassen wird, und deaktivieren Sie die Funktion "Universal Plug & Play".

Blockieren Sie die Verbindung zu Port 6347. Damit wird die Verbindung mit Clients, die mit dem Defaultport arbeiten, unterbunden.

Beachten Sie: 
Komplett blockieren lassen sich Gnutella-Clients nicht, da sie auch beliebige andere Ports verwenden können. Die Sicherheitseinstellungen ermöglichen es Ihnen lediglich, den Zugriff auf Gnutella-Netze zu erschweren.

Direct Connect

Direct-Connect-Netze sind zentralisierte Filesharing-Netze. Der zentrale Server eines Direct-Connect-Netzes wird auch Hub genannt.

Diese Hubs verwalten die Informationen über die Teilnehmer des Netzes und die freigegebenen Dateien. Oft verlangen Direct-Connect-Hubs ein sehr großes Freigabevolumen von mehreren Gigabytes. Manche Hubs sind untereinander vernetzt.

Alle freigegebenen Dateien stellt man allen anderen Teilnehmern zur Verfügung. Nicht nur diejenigen, die man gerade selbst herunterlädt. Ob das erlaubt ist oder nicht, hängt von den Dateien ab. Erlaubt ist nur das Hoch- und Herunterladen von Dateien, die nicht dem Urheberrechtsschutz unterliegen.

Ein seriöser Direct-Connect-Client für Windows ist DC++.

So blockieren Sie Direct Connect:

An der Firewall/NAT:
Stellen Sie ein, dass "Portforwarding" nicht zugelassen wird, und deaktivieren Sie die Funktion "Universal Plug & Play".

Blockieren Sie die Verbindung zu Port 1412. Das unterbindet die Verbindung mit Clients, die mit dem Defaultport arbeiten.

Im Content-Filter:
Blockieren Sie dchub:// Links

FastTrack

FastTrack ist ein dezentrales Filesharing-Netz. Nutzer können in diesem Netz Dateien bereitstellen, suchen und herunterladen.

Das Netz ist nicht empfehlenswert, da das proprietäre Protokoll nicht vollständig offengelegt ist.

FastTrack kommt zum Beispiel für die Tauschbörse KaZaa zum Einsatz. Die originale KaZaa-Software enthält Malware, die bei der Installation auf den Benutzerrechner überspielt wird.

KaZaa und mögliche freie Derivate sind nicht empfehlenswert.

So blockieren Sie FastTrack:

An der Firewall/NAT:
Stellen Sie ein, dass "Portforwarding" nicht zugelassen wird und deaktivieren Sie die Funktion "Universal Plug & Play".

Blockieren Sie die Verbindung zu Port 1214.

Im Content-Filter:
Blockieren Sie kazaa.com

Empfehlung für Fast-Track-Clients: Finger weg.

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