Musik & Filme

Urheberrecht

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Urheberrecht

Was bedeutet eigentlich Urheberrecht?

Urheberrecht ist eine Form des Schutzes kreativer Originalwerke. Ein Musiker beispielsweise, der einen Song komponiert, ist der geistige Eigentümer dieses Songs. Er kann bestimmen, wer seinen Song hören darf.

Dasselbe gilt für literarische, dramaturgische, grafische und audiovisuelle Arbeiten. Der Begriff "Urheberrecht" umfasst alle exklusiven Rechte, die Urheberrechtsinhaber zum Schutz ihrer Arbeit per Gesetz besitzen.

Beispiele für Urheberrecht

Urheberrechtlich geschützte Inhalte sind beispielsweise:

  • TV-Shows
    • einschließlich Sitcoms, Sportübertragungen, Nachrichtensendungen, Comedy-Shows, Zeichentrickserien, Fernsehfilme usw.
    • Hierzu gehören auch Kabelfernsehen, Pay-TV und Pay-per-View.

  • Musikvideos, wie sie von Musiksendern wie z. B. MTV ausgestrahlt werden.
  • Videos von Konzerten, auch wenn Sie sie selbst gefilmt haben

    • Auch wenn Sie ein Konzert selbst gefilmt haben, behält der Künstler das Recht an den Aufnahmen und der Autor/Komponist behält das Recht an den Songs. Manchmal ist das Filmen ohne ausdrückliche Erlaubnis sogar verboten! Daher ist die Gefahr groß, dass dieses Video die Rechte eines anderen verletzt.

  • Filme und Filmtrailer
  • Werbespots
  • Diashows mit Fotos oder Bildern, die einer anderen Person gehören. Vor dem Posten von Videos auf YouTube muss man die Erlaubnis des Urheberrechtinhabers einholen.

Profilbilder

"Pimp your profile" - aber nicht mit fremden Bildern

Einmal aussehen wie Kate Moss: Was in der Realität undenkbar wäre, geht im Internet ganz einfach. Ein Mausklick, und statt des eigenen Gesichts erscheint auf der Profilseite das Antlitz eines Topmodels. Andere wollen lieber aussehen wie ihre Lieblingscomicfigur und wählen Donald Duck oder Lucky Luke. Das ist witzig. Und verboten.

Grundsätzlich gilt: Veröffentlichen darf man nur, was man selbst erstellt hat und worauf man selbst zu sehen ist - es sei denn, man hat eine Genehmigung zur Publizierung sowohl vom Abgebildeten als auch vom Verfasser, also dem Urheber.

Vergleichsweise einfach lassen sich solche Genehmigungen bei Fotografien einholen - auch wenn es bei einer Erlaubnis nie ratsam ist, die Bilder anderer, etwa auf der eigenen Profilseite bei Facebook oder Wer-kennt-wen zu veröffentlichen.

Musik: ein Titel, viele Urheber

Noch schwieriger zu beachten ist der Urheberschutz bei Musiktiteln. Während sich Schülerbands, die Coverversionen bekannter Musiker spielen, bei Auftritten oder Veröffentlichungen nur bei der GEMA (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) anmelden müssen, ist es sehr kompliziert, eine Lizenz zu erhalten, mit der man ein oder mehrere Lieder nicht nur veröffentlichen, sondern auch verändern darf. 
Meist besitzt nicht nur eine einzige Person die Rechte an einem Song, sondern viele verschiedene Privatpersonen und Firmen teilen sich die Urheberrechte - beispielsweise der Komponist, der Interpret, die Produktionsfirma und das Plattenlabel. Möchte man ein Lied auf YouTube veröffentlichen oder auf dem eigenen MySpace-Profil "posten", muss man jeden einzelnen Urheber beziehungsweise Lizenzinhaber um Erlaubnis fragen. Da dies schon organisatorisch fast unmöglich ist, sollte man besser im Vorfeld auf das Veröffentlichen von Musik - und auch von Videos - verzichten. 

Remixe und Mash-Ups

Keine Frage: Für kreative Geister sind die Möglichkeiten der modernen Technik unerschöpflich. Mit dem richtigen Programm lässt sich aus zehn verschiedenen Liedern ein völlig neuer, innovativer Titel zaubern - der vielleicht noch besser klingt als die Originale. Solche Remixe sind erlaubt - aber nur solange man sie lediglich in den eigenen vier Wänden hört und präsentiert.

Mitspracherechte an dem, was an ihren Werken verändert wird, haben aber sämtliche Urheber, sobald man einen Remix veröffentlichen möchte. Selbst wenn man nur wenige Takte - vielleicht ein Gitarrenriff oder ein kurzes Schlagzeugsolo eines fremden Liedes - in eine neue Kreation einbauen will, muss alle Rechtsinhaber fragen: den Komponisten, den Texter, den Interpreten und den Produzenten. Eine Lizenz zur Veröffentlichung beziehungsweise Veränderung von jedem dieser Beteiligten zu erhalten, ist nicht nur sehr teuer, sondern auch unrealistisch: Künstler und Produzenten, die eigene wirtschaftliche Interessen haben, lassen selten zu, dass man ihre Stücke verändert und verbreitet.

Noch komplizierter verhält es sich mit Videos und Filmausschnitten, bei denen neben Regisseuren, Drehbuchautoren, Kameraleuten und Cuttern auch Schauspieler und Produzenten Urheberrechte beziehungsweise Leistungsschutzrechte besitzen. Erfolg, wenn es darum geht, alle diese Rechte einzuholen, haben in der Realität nur spezialisierte Anwaltskanzleien.

Für Nicht-Profis, die ohne gültige Lizenzen Remixe oder Mash-Ups veröffentlichen, kann es sehr teuer werden: Denn Anspruch auf Schadensersatz haben auch hier sehr viele verschiedene Urheber.

Legal Remixen

Trotz der rechtlichen Einschränkungen müssen Hobby-Cutter und -DJs das Remixen nicht aufgeben. Wer seine Zusammenschnitte nur für den Eigengebrauch verwendet und privat zeigt, benötigt keine Lizenzen.

Alternativ kann man sich auf manchen Internetseiten an urheberrechtsfreiem bzw. zum Remixen zur Verfügung gestelltem Material bedienen:

 

     

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