Musik & Filme

Verboten

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Verboten

Kinofilme, Bundesliga, Charts - alles kostenlos?

Warum sich den aktuellen Tarantino im Kino ansehen, wenn es ihn für umsonst im Internet gibt? Warum sich eine CD für 20 Euro kaufen, wenn man sich die Lieder auch mit einem YouTube-Converter herunterladen kann? Und PayTV? Wozu? Irgendwo im Internet kann man sich Bundesliga-Spiele, Boxen und Sportturniere in gleicher Qualität auch kostenlos ansehen.

Nur: Wer hier spart, tut es an der falschen Stelle. Gegenüber einer Strafe wegen Verstoßes gegen das Urheberrecht sind ein Kinoeintritt oder der Preis für eine CD Bagatellen.

Versetzen Sie sich in die Lage der Hersteller

Die Produzenten von Kinofilmen geben viele Millionen Euro für die Produktion aus. Dafür besitzen sie das Urheberrecht. Für sie bedeutet es einen nicht zu unterschätzenden Verlust, wenn Plattformen im Internet ihre teuer produzierten Filme kostenlos zum Download anbieten. Aus diesem Grund setzen sich Produzenten - egal ob sie aus dem Musik-, Film- oder Fernsehgeschäft kommen - vehement dafür ein, Internetpiraterie strafrechtlich zu verfolgen.

VERBOTEN!

Kino.to

Illegale Plattform kino.to ist lahmgelegt - Betreiber verurteilt!

Vier Millionen Nutzer täglich hatte die Internetseite kino.to zuletzt - es war das größte deutschsprachige Portal, das Raubkopien von Spielfilmen, Serien und Dokumentationen illegal und kostenfrei im Internet vertrieben hatte.

Damit soll jetzt Schluss sein: Seit die Generalstaatsanwaltschaft Dresden am 8. Juni 2011 deutschlandweit 13 Verdächtige festgenommen hat, denen vorgeworfen wird, am Betrieb von kino.to beteiligt zu sein, ist die Seite offline.

Gegen die Verantwortlichen von kino.to wurden mittlerweile die Urteile vom Landgericht Leipzig gefällt: Der Chef und Gründer erhielt 4,5 Jahre Haft sowie eine Geldstrafe von 3,7 Mio Euro. Insgesamt wurden für die Betreiber und ihre Helfer aufgrund der Urherberrechtsverletzungen 19 Jahre Haft beschlossen.

Damit räumen die Juristen auch ein Gerücht aus dem Weg, das sich unter Jugendlichen lange gehalten hat: kino.to war zu keinem Zeitpunkt legal! Im Gegenteil: Der Schaden für die Filmwirtschaft ist genauso enorm wie die vermuteten Gewinne, die die Hauptverantwortlichen durch das Betreiben von Kino.to erzielt haben - die liegen laut Dresdener Staatsanwaltschaft im siebenstelligen Bereich.

Kinox.to

Der Nachfolger der 2011 vom Netz genommenen Video-on-Demand-Webseite kino.to bietet Kinofilme, Serien und Dokumentationen in deutscher und englischer Sprache zum kostenlosen Streamen an. Sie gilt als illegal, weil sie Links zu Raubkopien anbietet, ist aber dennoch eine der meistbesuchten Webseiten in Deutschland. Die Betreiber Kastriot und Kreshnik Selimi verdienen mit ihrem Angebot schätzungsweise mehrere Millionen Euro im Jahr.

Ende Oktober 2014 versuchte die Polizei, die beiden Brüder zu verhaften, die zu diesem Zeitpunkt aber bereits aus Deutschland geflohen waren. Aktuell wird mit einem internationalen Haftbefehl nach ihnen gefahndet. Zwei Komplizen, die Hacker „Eddi“ und Avit O. wurden in Neuss und Düsseldorf festgenommen. Im Dezember 2005 entschied ein Gericht, dass Avid O. für drei Jahre und vier Monate wegen „gewerblich unerlaubter Verwertung urheberrechtlich geschützter Werke in 2889 Fällen“ und Computersabotage ins Gefängnis muss.

Alle Filme und Serien, auf die Kinox.to verlinkt, sind illegal kopiert worden und verstoßen damit klar gegen das Urheberrecht. Streamen an sich verstößt zwar nicht eindeutig gegen das Gesetz und wer sich auf der Seite Videos ansieht, muss bisher keine Angst davor haben, dass bald die Polizei vor der Tür steht. Das kann sich aber schnell ändern. Wir raten deshalb davon ab, illegale Anbieter wie Kinox.to zu verwenden, zumal es heutzutage legale Streaming-Plattformen wie Netflix, Maxdome oder Amazon Video gibt. Die kosten zwar Geld, rechtlich ist man mit ihnen aber auf der ganz sicheren Seite.

Bundesliga

Internet-Stream - legal oder illegal?

Auf diversen Seiten im Internet werden jedes Wochenende Bundesliga-Spiele live und kostenfrei übertragen. Die Frage lautet: Ist das legal?

Meistens kommen die Originalsender, die auch eine offizielle Lizenz zur Ausstrahlung besitzen, aus dem Ausland. Juristisch gesehen ist das reine Anschauen dieser Streams nicht illegal, da es im Urheberrecht keine Regelung zum privaten Konsum von Sendungen gibt. Was jedoch untersagt ist, ist die Verbreitung solcher Streams. Daher macht sich doch jeder strafbar, der einen Stream im Internet verfolgt, denn jeder, der einen Stream ansieht, sendet ihn automatisch an einen weiteren User - wie in einer Kette.

Illegale Internet-Videotheken

Iload.am

Noch besser und unkomplizierter gestaltet als kinox.to ist die Internet-Videothek Iload.am.

Die Möglichkeiten und die Auswahl sind hier riesengroß. Iload bietet nicht nur Filme an, es stehen unter anderem auch Spiele, Musik, Hörbücher und E-Books zum Downloaden zur Verfügung.

Urheberrechtlich gilt dasselbe wie bei kinox.to: Das Herunterladen von Filmen, Spielen und dergleichen ist auch auf Iload.am strafbar und gefährlich – Seiten wie diese sind ein beliebter Ort, um im Internet Viren und Trojaner zu verbreiten.

Illegale Musikportale

Canna.to und Dilandau.com

Canna.to

Canna.to rühmt sich als eines der führenden Musikportale zum kostenfreien Download der aktuellsten Charts und anderer Highlights der Musikgeschichte. Das Angebot an Musik scheint bei Canna.to wie auf Cannapower unerschöpflich.

Achtung!

Wer glaubt, lediglich das Hochladen von Musik sei strafbar, nicht jedoch das Herunterladen, der irrt:

Sicherlich ist das Uploaden, also Anbieten der Titel verboten, das Downloaden aber auch. Illegales Downloaden ist wie Ladendiebstahl - nur kann das Strafmaß unter Umständen höher ausfallen.

Erwischt zu werden ist nicht so unwahrscheinlich, wie man denkt. Unsere Empfehlung: Finger weg und lieber auf einer legalen Plattform Musik downloaden.

Dilandau.com

Dilandau.com ist eine Seite, auf der mp3-Files zum kostenlosen Download angeboten werden. Auch hier wird wieder ganz klar gegen das Urherberrecht verstoßen. Schon alleine die Tatsache, dass der Server von dilandau.com in Panama steht, sollte einen stutzig machen. Lassen Sie besser die Finger von solchen Seiten und laden Sie sich die Musik legal runter.

 Bedenken Sie immer: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.

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