Soziale Netze

Daten schützen

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Daten schützen

Soziale Netzwerke nutzen - die Risiken kennen

Die Vernetzungsmöglichkeiten im Internet wirken geradezu faszinierend - auf Kinder und Jugendliche genauso wie auf Erwachsene. Soziale Netzwerke wie Facebook und Co. animieren jedoch gerade junge Menschen dazu, persönliche Daten unbedacht preiszugeben:

  • Name
  • Beziehungsstatus
  • aktuelle Beschäftigung/Zeitvertreib
  • Hobbys
  • oder sogar die eigene Adresse!

Vielen Jugendlichen, die sich in einem sozialen Netzwerk wie StudiVZ, Lokalisten oder Twitter registrieren, ist nicht bewusst, dass Informationen, Fotos und Videos, die sie in diesen Verzeichnissen hochladen, von anderen gesehen, kopiert und weiterverwendet werden können. Oft kommt es vor, dass junge Menschen sich unbewusst im Internet zur Schau stellen und ihre persönlichen Details wie an einem Schwarzen Brett kundtun.

Tipps und Tricks

Profilname

Bei der Anmeldung in einem sozialen Netzwerk sollte man besser einen Spitznamen oder ein Pseudonym verwenden. Wer sich in einem sozialen Netzwerk unter seinem echten Namen registriert, muss sich darüber im Klaren sein, dass der Name damit unwiderruflich gespeichert wird. In vielen sozialen Netzwerken ist es nur begrenzt oft möglich, seinen Namen nachträglich zu ändern.

Daten

Auch bei persönlichen Angaben, die man bei der Anmeldung in einem sozialen Netzwerk macht, gilt: Diese Daten werden dauerhaft gespeichert - auch dann, wenn man sie nachträglich ändert. Appellieren Sie daher an Ihr Kind, sich genau zu überlegen, ob jede Angabe, die ein soziales Netzwerk erfragt, wirklich notwendig ist. Adressen, Telefonnummern und Handynummer gehören nicht ins Netz, ihre Angabe ist keine Voraussetzung, um sich bei einem sozialen Netzwerk anmelden zu können.

Was einmal im Internet steht, bleibt für immer dort stehen!

Kennwort

Es ist immer sinnvoll, für jede Registrierung im Internet ein anderes Kennwort zu verwenden.

Privatsphäre

Die Konsequenzen der unvorsichtigen Freigabe persönlicher Daten sind oft katastrophal. Mit dem Schlimmsten rechnet niemand - die meisten Jugendlichen glauben nicht, dass es jemand ausgerechnet auf ihre persönlichen Daten abgesehen haben könnte und ausgerechnet ihnen Schaden hinzufügen will.

Fest steht:

Soziale Netzwerke behaupten immer von sich selbst, auf Datenschutz zu achten und die Privatsphäre ihrer Mitglieder zu respektieren. Selbst das sicherste soziale Netzwerk hat jedoch Mängel, ein begabter Hacker findet immer seinen Weg zu eigentlich gesicherten Daten, die ihn nichts angehen. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg behauptete in einem Interview sogar, dass Privatsphäre an sich "out" sei - wer private Daten trotzdem freizügig auf Facebook veröffentlicht, muss sich nicht wundern, wenn diese früher oder später an anderer Stelle missbraucht werden.

Fotos

Wie kommt es, dass private Fotos willkürlich im Internet aufzutauchen scheinen?

Fast alle Mitglieder sozialer Netzwerke führen ein virtuelles Fotoalbum. Manche Jugendliche verlinken sich gar nicht selbst auf Bildern - dann haben es möglicherweise schon die Freunde getan. Das Recht am eigenen Bild gilt aber auch in sozialen Netzwerken. Alle sozialen Netzwerke verfügen über Sicherheitseinstellungen, innerhalb derer man bestimmen kann, dass man jede Verlinkung vorab überprüfen kann.

Sollte es trotzdem passieren, dass ein Foto wider den Willen Ihres Kindes veröffentlicht wird, gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich zu wehren. Ein Anruf oder eine E-Mail an den Admin einer Seite reicht rechtlich aus, um sich das Recht am eigenen Bild zu sichern. Seriöse Anbieter führen in der Unterleiste ihrer Webseiten ein Impressum, in denen alle Kontaktangaben zu finden sind.

Viele sozialen Netzwerke lassen es außerdem zu, Bilder, auf denen man selbst verlinkt ist, mit einem Mausklick zu löschen. Bei wer-kennt-wen.de und StudiVZ heißt diese Funktion "Bild melden".

Pinnwand/Gruppen

Ähnlich wie bei privaten Angaben gilt auch bei Einträgen in die Gästebücher anderer Netzwerk-Mitglieder oder auf die eigene Pinnwand: Was dort steht, bleibt für alle Ewigkeit irgendwo im Internet. Ermutigen Sie Ihr Kind daher, immer zu reflektieren, ob sie Momentgedanken wirklich publik machen und für immer veröffentlichen wollen.

Missbrauch

Leichtsinniger Umgang beim Hinzufügen neuer Kontakte in die eigene Freundesliste ist eine der Hauptursachen für Missbrauch innerhalb von sozialen Netzwerken. Kriminelle Nutzer schicken zum Teil systematisch Freundschaftsanfragen an Fremde, um private Angaben, Fotos und Videos auszuspähen.

Überzeugen Sie Ihr Kind davon, niemals die Neugier vor der Profilseite eines Fremden siegen zu lassen, sondern ausschließlich tatsächliche Bekannte in die Freundesliste aufzunehmen. Soziale Netzwerke werden oft zum so genannten Phishing - dem Herausfinden fremder Benutzerdaten über gefälschte Internetadressen - benutzt.

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