Soziale Netze

Gefahren

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Gefahren

In sozialen Netzwerken kann sich jeder hinter einem anonymen Profil verstecken

Stellen Sie sich vor, Ihre Tochter begegnet auf der Straße einem erwachsenen Mann, der sie fragt, ob sie mit ihm befreundet sein möchte. Oder einer Gruppe Skinheads, die sie zu einer Spritztour einladen.

Im echten Leben würden Ihre Alarmglocken schrillen - und die Ihrer Tochter vermutlich auch.

In sozialen Netzwerken wie Facebook ist die Bereitschaft von Jugendlichen, sich auf zwielichtige "Freundschaften" einzulassen ungleich größer. Obwohl viele Jugendliche, die bei solchen sozialen Netzwerken angemeldet sind, ihr Profil selbst durch die ein oder andere Beschönigung aufpeppen, schenken sie anderen Mitgliedern oft Glauben.

Ashleigh Hall war 17 Jahre alt...

Ashleigh Hall war 17 Jahre alt, als sie auf ein Facebook-Mitglied namens Peter Cartwright hereinfiel. Laut Profil war er in ihrem Alter, sie hatten gemeinsame Hobbys und Interessen. Eines Tages bat Peter Ashleigh um ein Treffen - das gutgläubige Mädchen stimmte zu.

Erst bei der persönlichen Begegnung erfuhr Ashleigh, wer Peter wirklich war, doch da war es schon zu spät: Der 33-Jährige, der in Wirklichkeit Peter Chapman hieß und ein vorbestrafter Sexualstraftäter war, vergewaltigte und ermordete Ashleigh.

Soziale Netzwerke haben nicht nur negative Seiten. Manchmal ist es einfacher, eine Nachricht an zehn Leute gleichzeitig zu schicken, als jede dieser Personen einzeln anzurufen.

Wichtig ist, dass sich die Mitglieder von sozialen Netzwerken - vor allem, wenn sie jugendlich sind - ein gewisses Misstrauen bewahren. Soziale Netzwerke sind dazu da, um mit den Freunden aus dem "Real Life" befreundet zu sein - nicht um neue "Freunde", mit denen man im wahren Leben nie befreundet wäre, zu generieren.

"Ich bin dann mal weg!"

Wer bei Facebook private Details postet, darf sich über die Konsequenzen nicht wundern

Warum hat das soziale Netzwerk Facebook mittlerweile über 1 Milliarde Mitglieder auf der ganzen Welt? Viele dieser Mitglieder würden antworten: Es erleichtert das Leben, zumindest aber die Kommunikation.

Wer eine Party gibt und den Überblick über seine Gäste behalten will, braucht nur eine so genannte "Veranstaltung" anzulegen und regelmäßig nachzusehen, wer sich als Teilnehmer angekündigt hat. Wer das dringende Bedürfnis hat, aller Welt mitzuteilen, dass er jetzt auf das lang ersehnte Stones-Konzert geht, kann das per Statusnachricht tun.

Beides kann nicht nur praktisch, sondern auch äußerst riskant sein: In den USA sind mittlerweile mehrere Fälle bekannt geworden, in denen Kriminelle bewusst die Statusnachrichten von Facebook-Mitgliedern ausgespäht haben, um herauszufinden, welche Häuser lange genug leer standen, um dort einzubrechen.

Einen Albtraum erlebten Anfang Juni auch die Eltern der 16-jährigen Thessa aus Hamburg. Sie hatte es versäumt, die Facebook-Veranstaltung für ihren 16. Geburtstag als "privat" zu kennzeichnen. Innerhalb weniger Tage hatten sich 15.000 Teilnehmer aus ganz Deutschland für die Party angemeldet. Zwar reisten, nachdem Thessa die Party abgesagt hatte, schließlich "nur" 1600 Gäste an - die Party endete jedoch im Desaster: Elf Festnahmen wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung, zerstörte Vorgärten der Nachbarn und ein verletzter Polizist.

Wer die Kosten für den Aufwand tragen muss, ist noch unklar. Facebook wird es jedenfalls nicht tun - es wäre Thessas Verantwortung gewesen, ausschließlich ihre Freunde zum Geburtstag einzuladen.

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