Soziale Netze

Netze im Überblick

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musical.ly

  • Internetadresse: https://musical.ly/en-US/
  • Gründung: 2015
  • Eigentümer: Louis Yang und Alex Zhu
  • Registrierte Mitgliederzahl: 200 Millionen
  • Mitglieder in Deutschland: 8,5 Millionen
  • Mindestalter: 12 Jahre

Ähnlich wie bei anderen bekannten Social-Media-Apps, können Sie mit musical.ly ganz einfach Videos mit einer Handy-Kamera aufnehmen und hochladen. Die Idee hier: Die „Muser“, so nennen sich die Nutzer selbst, nehmen Videos von sich auf, bei denen sie die Lippen synchron zu irgendwelchen selbst ausgewählten Full-Playback-Liedern bewegen.

Und natürlich lassen sich die Videos auch in anderen sozialen Medien teilen. Das tun zum Beispiel auch Lisa und Lena M. Die Zwillinge sind derzeit die Stars im Netz. Auf Instagram haben die Teenager seit März 2017 bereits zehn Millionen Follower, und auch auf YouTube betreiben sie längst ihren eigenen Kanal

Musical.ly gibt es seit 2015 und hatte Anfang 2017 bereits rund 200 Millionen Nutzer weltweit, allein 8,5 Millionen davon in Deutschland. Entwickelt haben das Ganze übrigens zwei Chinesen, Louis Yang und Alex Zhu. 

Tolle Alternative zu Instagram und Snapchat oder gieriger Datenfresser?

Die App bietet ihren Nutzern also einiges. Doch jetzt kommt das große ABER. Was verlangt die App denn vom Nutzer, dass der witzige Playback-Clips drehen und teilen kann? Es gibt ein paar Punkte, die durchaus kritisch zu betrachten sind:

  • Aktuell ist es so, dass einmal eingerichtete Konten nicht mehr gelöscht werden können.

  • Schließt der Nutzer die App, wird er nicht automatisch abgemeldet.

  • In der Standardeinstellung sind die Benutzerkonten grundsätzlich öffentlich, was bedeutet, dass jeder andere Nutzer hochgeladene Videos sehen und kommentieren kann.

  • Die App spielt Videos automatisch auf anderen Netzwerken ab, ohne zuvor um Erlaubnis zu fragen.

  • Sie erfasst automatisch den aktuellen Aufenthaltsort ihrer Nutzer und teilt ihn den anderen Mitgliedern mit.

  • Die App liest die IMEI, die SIM-Kartennummer und die Telefonnummer aus.

  • Außerdem hat sie das Recht, auf SMS und Telefonkontakte zuzugreifen. Was damit geschieht, weiß niemand.

  • Sie überträgt Nutzerdaten an andere Unternehmen – das ist bei anderen Apps oft auch so. Das Problem:  Die Datenschutzerklärung gibt es nur in Englisch und erklärt nicht, welche Daten für welchen Zweck erfasst werden.

  • Es gibt überhaupt keine Filter, mit denen Videos mit unpassendem Inhalt oder Text herausgefiltert werden. So können Nackt- oder Gewaltvideos quasi problemlos und für jeden sichtbar eingestellt werden.

  • Ob man durch die Verwendung der Originalsongs gegen das Urheberrecht verstößt, ist auch unklar. Musical.ly äußert sich dazu jedenfalls nicht.

  • Eigentlich sollte die App erst ab 12 genutzt werden dürfen. Tatsächlich können sie aber auch Jüngere nutzen, da das Alter nirgendwo abgefragt wird.

Was tun?

Datenschützer schlagen Alarm und raten von der Nutzung ab. Bei Benutzung der App sollte aber zumindest einiges beachtet werden.

Unsere Tipps:

  • Die Standardeinstellungen lassen sich zumindest teilweise ändern. So sollte die Empfängerliste, also wer Clips sehen kann, auf den Freundeskreis beschränkt werden.
  • Videos sollten nur im privaten Modus veröffentlicht werden, so wird die Gefahr vermieden, gegen das Urheberrecht zu verstoßen.
  • Sind andere Personen in Aufnahmen zu sehen, muss man die immer fragen, bevor Videos veröffentlicht werden.

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